Geschichte

Die Firma Alwin Müller GmbH & Co. KG

Die Firma Alwin Müller wurde am 4. Februar 1921 von Alwin Müller und zwei Partnern gegründet. Damals war der Betrieb in der Regensburger Straße 40 in einem kleinen Waschhaus untergebracht und nannte sich “Müller und Reingruber – Galvanische Anstalt”.

Im Jahr 1922 wurde ein Anwesen in der hinteren Cramersgasse erworben. Als der erste Betrieb Bayerns arbeitete man mit einem eigenen Verchromungsverfahren. Die Programmpalette umfasste: Vergolden, Versilbern, Verkupfern sowie Schleifen und Polieren. 1927 übernahm die Firma ”Müller und Reingruber” sämtliche Vernickelungsarbeiten der ”Olympia – Schreibmaschinen – Werke”. Im Jahr darauf entwickelte sie ein Verfahren zum Galvanisieren von Porzellan. Als einziges Unternehmen Bayerns konnte es 1929 den Auftrag, die Altarplatte der Klosterkirche von Münnerstadt zu vergolden, ausführen. Bis zum Jahr 1934 veredelte der Betrieb die gesamte Produktion an zahnärztlichen Apparaturen der Firma Siemens. Zu dieser Zeit wurde auch mit dem Veredeln von Aluminium experimentiert.

Im Jahr 1935 trennten sich die Wege der beiden Firmengründer. Alwin Müller meldete das erste Patent zur Aluminiumveredelung (PANZAL) an. 1937 war die Entwicklung des Eloxalverfahrens abgeschlossen und die Firma ALWIN MÜLLER war der einzige Betrieb Bayerns, der dieses Verfahren anbieten konnte. Es folgten weitere Patente für das Eisenbeizen und das Schwarzfärben von Eisen.

Bis zum Kriegsende wurden hauptsächlich Aufträge für den Flugzeug- und Schiffsbau ausgeführt. Während der Luftangriffe des zweiten Weltkriegs wurde der Betrieb restlos zerstört. In Sulzbach – Rosenberg erhielt man die Produktion in einer Kegelbahn aufrecht.

1948 wurde der Firmeninhaber Alwin Müller zum Landrat des Landkreises Sulzbach – Rosenberg gewählt. Er verstarb am 23. November des Jahres 1963. Der Neffe des Firmengründers, geboren am 19. Mai 1925 als Alwin Müller, kehrte 1946 von der Front zurück und trat in den Betrieb seines Onkels ein. Seine Lehre als Stahlformenbauer hatte er als Reichssieger abgeschlossen und erhielt ein Freistudium an der Ingenieurschule für Luftfahrttechnik in Thorn. Doch aus dem Studium wurde nichts, da er während des Krieges zur Luftwaffe eingezogen wurde. Nach dem Krieg erlernte Alwin Müller jun. den Beruf des Galvanotechnikers und wurde Handwerksmeister.

Der Betrieb erholte sich nach Kriegsende schnell und 1949 wurde in Nürnberg, in der Ackerstrasse, wieder produziert. Im folgenden Jahr wurde das Grundstück in der Künhoferstrasse, dem heutigen Standort, erworben. Der Betrieb spezialisierte sich nunmehr auf das Veredeln von Aluminiumkleinteilen, unter anderem für die Branchen der optischen Industrie, Sondermaschinenbau, Prototypenfertigung, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrttechnik und Kunsthandwerk.

Seit 1990 zog sich Alwin Müller schrittweise aus dem Betrieb zurück, am 19. Mai 1995 feierte er seinen 70. Geburtstag. Die Firmenleitung wurde nun der 3. Generation, seinem Sohn Oliver Alwin Müller, welcher im elterlichen Betrieb ausgebildet wurde, übergeben. Das Unternehmen besteht mittlerweile aus einer Geschäftsführung, 20 ständigen Mitarbeitern und einer wechselnden Anzahl von Zeitpersonal und Auszubildenden.

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